Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen,
wie die Cholera und die Pest.

Zitat von Robert Koch, 1910.

 



 

BI GEGENLÄRM Schkeuditz - Über uns

Für unsere Gesundheit: gegen Lärm und Gestank!

Unsere Bürgerinitiative trägt den Namen „GEGENLÄRM Schkeuditz”, denn wir sind gegen Lärm und wir machen dazu Gegenlärm.

Gegründet im Mai 2008 sind wir seither unübersehbar und unüberhörbar aktiv. Das haben nach unserer ersten großen Demo am 12.06.2008 auch die Stadtverwaltung, die Stadträte und der Flughafen begriffen.

Seither gibt es in diesem Kreis regelmäßige Gespräche mit uns über Lärmschutz und Schutz vor Kerosingestank. Wir haben Stadtratsbeschlüsse und die Aufstellung von Messcontainern initiiert und der Stadtverwaltung eine Agenda über unmittelbar drängende Lärmschutzmaßnahmen vorgelegt, die – laufend ergänzt und konkretisiert - zum Gegenstand der Gespräche geworden ist.

Was können wir tun?

Das Wichtigste vorweg: Zu unseren Treffen kommen in der Spitze etwa 30 bis 50 Mitstreiter. Wir brauchen aber für größeren Nachdruck noch weit mehr Kämpfer – aus dem Kreis der am meisten Betroffenen.

Wir tragen unsere Anliegen laufend auf Stadtratssitzungen, über Leserbriefe in der LVZ und notfalls auch über Dienstaufsichtsbeschwerden vor. Das funktioniert – aber auch hier ist größere Beteiligung und damit eine größere Breite der Anfrager und Briefeschreiber wünschenswert.

Wir bringen Anliegen betroffener Bürger dem Oberbürgermeister und dem Beauftragten des Flughafens nahe und drängen auf schnelle Erledigung. Das werden wir weiterführen. Und wir veranstalten – zusammen mit der IG Nachtflugverbot und dem Netzwerk von inzwischen über 25 Bürgerinitiativen – große Demos in Schkeuditz. Zur Demo im Juni 2011 kamen über 500 Teilnehmer. Das ist gut und ein Erfolg, doch brauchten wir für größeren Nachdruck zu unserer nächsten Demo möglichst die doppelte Anzahl von Kämpfern.

Und noch etwas ungemein Wichtiges:

Wir sind keine Flughafengegner! Aber wir fordern nicht nur mehr Gehör (das haben wir schon), sondern echte praktische Maßnahmen für mehr Schutz vor Lärm und Gestank. Unser Oberbürgermeister Enke und der Flughafen-Geschäftsführer Näther haben 2010 selber betont, dass der Gesamtlärm für große Teile von Schkeuditz unerträglich ist. Für Abhilfe allerdings haben sie bisher nicht gesorgt. Es ist unsere Aufgabe als Bürgerinitiative GEGENLÄRM, hier mit Nachdruck auf beide einzuwirken, damit die betroffenen Schkeuditzer deutlich entlastet werden.

Jeder Schkeuditzer, jede Schkeuditzerin kann in unserer Bürgerinitiative nach Zeit und Bedarf aktiv werden. Wir führen keine Mitgliederlisten und treffen alle wichtigen Entscheidungen basisdemokratisch, d.h. durch die jeweils Anwesenden.

Wer stets gut informiert sein will, kann uns Adresse, E-Mail-Adresse und Telefonnummer hinterlassen.

Aktuelle Themen der BI Gegenlärm für das Jahr 2016

Die BI Gegenlärm hat auf ihrer Sitzung am 17.12. die Grundrichtungen ihrer Arbeit für 2016 festgelegt, und zwar:

1. Wir drängen auf wirksame Schritte von Flughafen, DHL und Deutscher Flugsicherung, um endlich die Forderung des Planfeststellungsbeschlusses von 2008 nach gleichmäßiger Nutzung der beiden Start- und Landebahnen zu erfüllen. Die genannten drei Verantwortlichen haben ausgeführt, zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen seien zu kompliziert, zu kosten- und personalaufwendig usw., so dass sie die Sache nicht weiter verfolgen wollen. Unserer Meinung nach läuft das auf eine Missachtung der Gesundheit der Schkeuditzer Flughafenanwohner hinaus. Natürlich, so fordern wir, muss am Sicherheitskonzept für Bahnüberquerungen weiter gearbeitet werden, und es gilt, auch anderen Wegen nachzugehen. So könnten die beiden Start- und Landebahnen in einem turnusmäßigen Wechsel betrieben werden. Wechselweise könnte auch die eine Bahn als reine Lande-, die andere als reine Startbahn betrieben werden usw. Es müssen in dieser wichtigen Sache jedenfalls bald Fortschritte für die Schkeuditzer erreicht werden.

2. Wir fordern mit Nachdruck die beschleunigte Realisierung von Schallschutzmaßnahmen für die betroffenen Anwohner. Nach dem Bericht des Flughafens gab es im Jahr 2015 überhaupt keine Fortschritte, der Bau von Schallschutzmaßnahmen stagniert seit 3 Jahren! Von den bis Ende 2012 gestellten rund 7100 Anträgen wurden, so der Flughafen, bis Ende 2015 lediglich rund 3300 realisiert. Wir fordern vom Flughafen nicht nur die Beschleunigung bei der Realisierung der Lärmschutzmaßnahmen, sondern auch die Korrektur seines seit 2013 verfolgten Konzeptes der Auftragsvergabe.

3. Zur Grundsteinlegung des Erweiterungsbaus der Sortieranlage vor 2 Jahren, haben die verantwortlichen der DHL stets bekräftigt, dass keine zusätzlichen Flüge nötig sind. Stattdessen sollen die freien Kapazitäten in den Flugzeugen besser genutzt werden. Im Dezember 2015 erlebten wir jedoch eine deutliche Steigerung bei der Anzahl der Starts- und Landungen. Sie haben gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zugenommen. Allein in der Nacht vom 16.12. wurden 140 Starts- und Landungen registriert. Hier fordern wir von Flughafen und DHL nicht nur Aufklärung, sondern auf Grund der gestiegenen Zahl der Flugbewegungen mehr Lärmschutz.

Das sind unsere Kernforderungen. In diesem Sinne werden wir auch Anträge für die Märzsitzung der Fluglärmkommission stellen. Weiteres wird sich aktuell ergeben, etwa wenn Minister Dulig nächtliche Triebwerksprobeläufe außerhalb der dafür vorgesehenen Halle erlauben sollte (wir befürchten es).

 

Die Sprecher der BI Gegenlärm Schkeuditz

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